2017 – Slora



Slora 2017 – dafür ein‘ Applaus


Ende Juli 2017 ging es für 51 Teilnehmer und 11 Teamer wieder auf die alljährliche Norwegenfreizeit, diesmal im schönen Haus Slora in der Nähe von Oslo. In einer Nacht von Donnerstag auf Freitag versammelten sich vor der Kirche in Marmstorf viele neugierige Teilnehmer, das ebenfalls ganz schön aufgeregte Norwegenteam so wie die Eltern, die zum Verabschieden mitgekommen waren. Nach einem schönen Reisegottesdienst mit einem Norwegensong, Norwegensymbolen und einem Segen sowie einigen Querelen mit dem Busfahrer ging es dann gegen 1 Uhr endlich los. Durch Dänemark ging es bis nach Frederikshavn und von dort mit der Fähre durch den wunderschönen Oslo-Fjord bis in den idyllischen Hafen von Oslo. Nach einer kurzen Busfahrt und einem 20 minütigen Fußmarsch ohne das Gepäck kamen wir dann auch endlich an unserem Ziel an, dem schönen Haus Slora, wo uns der Hausherr Trond ganz herzlich in Empfang nahm. Nach einem kurzen Abendessen ging es dann auch schon ins Bett, um nach der langen Fahrt wieder zu Kräften zu kommen. Am nächsten Morgen wurden alle dann sanft aus dieser Erholungsphase geholt, als wir bei schönstem Sonnenschein auf dem Balkon die erste Morgenandacht feierten. Seine Kräfte brauchte man an diesem Tag, als es in fünf Gruppen auf Wanderung ging. Ob mit dem Kanu über den Fluss, immer querfeldein oder auf idyllischen Wanderwegen – jede Gruppe hatte einiges zu sehen. Nachdem das Übernachten draußen nicht bei allen Gruppen so funktionierte, wie es geplant war, kehrten alle Gruppen schon am zweiten Tag ans Haus zurück, um von nun an am gemeinsam Zeit am Haus zu verbringen. Schon an diesem eigentlich programmlosen Nachmittag begann das erste Mal der Norwegenzauber die Runde zu machen, als Slora durch die Gruppe lebendig wurde. Im See wurde geschwommen, Frisbees flogen über das Gelände, das Klavier wurde bespielt, auf der Wiese wurde Erdbeben gespielt und die neu gewonnen Bekanntschaften von der Wanderung weiter ausgebaut. Am Abend gab es noch einige Kennenlernspiele für alle.



Am nächsten Tag wurden wieder einige Spiele gespielt, bei denen Chuck The Chicken zum Einsatz kam, der Geschlechterkampf im Tauziehen entschieden wurde und das kleine Pony seinen ersten Auftritt hatte. Nachmittags wurde wieder kräftig geschwommen, Lieder gesungen, Fußball gespielt und vieles mehr. Am Abend folgte dann der Entspannungsabend, bei dem neben einer Traumreise auch meditiert, massiert und Mandalas gemalt wurde. Auch die Gute-Nacht-Schlange feierte an diesem Abend ihre Premiere. Am nächsten Morgen wurden zum Thema Nachhaltigkeit kleine Workshops veranstaltet. Im Anschluss daran konnten bei einem Gallery Walk die Ergebnisse der Gruppen zu Themen wie Konsum, Energie oder Ernährung betrachtet werden. Am Nachmittag war es Zeit für weitere Angebote, bei denen die Bastelecke (ob Erinnerungskästchen, Turnbeutel, Freundschaftsarmbänder, selbstbemalte T-Shirts oder Henna-Tattoos – alles war möglich) das erste Mal eröffnet, ein Musikvideo begonnen, Volleyball trainiert und Arabisch gelernt wurde. Abends war es Zeit zu tanzen, als alle von unseren Tanzlehrern Semina und Jonas einige Schritte lernen konnten. In den kommenden Tag starteten wir mit einem ruhigen Ritual am See, um so unseren stillen Vormittag einzuleiten. Nach einem Frühstück der Stille ging es dann immer querfeldein zu einem wunderschönen Aussichtspunkt. Nachmittags wurde abermals geschwommen, musiziert und Spiele gespielt. Die Gute-Nacht-Post war mittlerweile voll in Fahrt, ebenso wie der Münzmörder und unser Kloklatsch. Am Abend gab es einige literarische Texte zu hören.

Am nächsten Tag stand der große Tagesausflug nach Oslo an. Nachdem wir am Hafen abgesetzt wurden, liefen wir gemeinsam zu unserem Treffpunkt, dem Rathaus, um von dort aus in kleineren Gruppen loszuziehen. Souvenirs wurden gekauft, es wurde lecker gegessen, Fotos mit Palastwachen wurden gemacht und der Süßigkeitenvorrat wurde aufgestockt. Am nächsten Tag wurde mit schriller Musik geweckt, um den Krimitag einzuleiten. An diesem konnten alle eine aufregende Krimigeschichte, die über den Tag verteilt an verschiedensten Stationen spielte, miterleben. Auch die „Zeit zu zweit“ trat das erste Mal öffentlich in Erscheinung, als Schorsch seinen Klassiker „Thies mag Grieß“ anstimmte. Viel wichtiger war aber das, was am Abend anstand. Nachdem die Teamer einige Stunden in der Küche verbracht hatten, einige Teilis vor Aufregung schon fast in Ohnmacht gefallen waren und auch die letzte Teamerin umgezogen war, konnte das große Bergfest dann endlich losgehen. Nach leckerem Essen stand ein gemeinsames Gruppenfoto auf dem Plan und im Anschluss an unzählige weitere Gruppen- und Einzelfotos wurde dann noch kräftig getanzt.
Nach dem langen Abend war der Ausschlaftag für alle genau richtig. Mittags feierte der Cennet-Song seine Premiere und am Abend durften die Teilis das Programm bestimmen. In fünf verschiedenen Teams ging es in einer Spielshow darum, die meisten Punkte zu erlangen. Dies gelang dem Team Schwarz, das damit die Strafe – den Kopf in einen Eimer Wasser tunken – für alle anderen Teams festlegen durfte.

Wie auch schon an vorherigen Tagen wurde über den nächsten Tag verteilt wieder Fussball gespielt, Turnbeutel bemalt, geschwommen, Kanu gefahren oder auch massiert. Verschiedenste Gestalten weckten am nächsten Tag die Teilis. Es war von nun an ihre Aufgabe, die verschollene Königin Jasmin wiederzufinden, indem sie Stationen in der Region um das Haus Slora besuchten. Ob Summen, Hände fühlen oder Rätsel lösen – die Aufgaben forderten jede Gruppe. Zum Abschluss gab es bei schönstem norwegischem Wetter ein gemeinsames Indoor-Grillfest. Am vorletzten Tag unserer Reise schenkte Slora uns noch einmal wunderbaren Sonnenschein, den wir zum Kanu fahren, schwimmen, Frisbee spielen und singen benutzten. Außerdem stand noch einmal der große Showabend an. Unter dem Motto „Slora Lets Dance“ stellten fünf verschiedene Tanzpaare ihr tänzerisches Können vor einer professionellen Jury unter Beweis. Dabei wurde die Show von zahlreichen Starauftritten (um hier nur einige zu nennen: Helene Fischer oder Two Directions), Interviews mit nahen Verwandten und Werbungen abgerundet. Insgesamt war es ein super lustiger Abend, der dann mit der Abschlussandacht endete. Bei dieser konnten alle noch einmal auf die Momente der vergangenen zwei Wochen zurückblicken, gemeinsam singen und Leuten, die sie liebgewonnen hatten, etwas Schönes schreiben.

Der letzte Tag war natürlich geprägt vom Putzen und Aufräumen. Dadurch, dass alle mit anpackten, ließ sich die Arbeit aber bewerkstelligen und so konnten wir nach der letzten Mahlzeit in Slora dann noch einmal den Waldweg durchwandern, um im strömenden Regen zu unserem Bus zu gelangen. Dieser brachte uns über Schweden und mit zwei Fährfahrten dann bis nach Marmstorf, wo uns schon viele Eltern, Geschwister und Freunde erwarteten. Doch bevor alle nach Hause konnten, gab es zunächst noch eine emotionale Abschlussschlange, bei der unter vielen Tränen Abschied genommen wurde. Und dann war da noch die Operation Binnenfeld: Oh Alele…